Forum Eurythmie 2010 Dass es ein Fest der Begegnung und auch der Bewegung war, ist wohl nicht zu bestreiten ... Vom 12.5.2010 bis zum 15.5.2010 fand in Witten/Ruhr zum siebten Mal das internationale Jugend-Eurythmie-Festival des Institutes für Waldorfpädagogik statt. Dass es ein Fest der Begegnung und auch der Bewegung war, ist wohl nicht zu bestreiten. Neben zahlreichen Aufführungen am Abend von Waldorfschulen aus der ganzen Welt sowie Ausbildungsstätten konnten die SchülerInnen und auch StudenInnen selber in Workshops und Kursen aktiv werden. Nachdem unsere Eurythmielehrerin Frau Gauthier uns von diesem Festival erzählte, waren wir (einige Schülerinnen aus der 10. Klasse) sofort begeistert und wussten direkt, dass wir daran teilnehmen wollten. Mit allen Sachen bepackt machten wir uns also am Mittwoch, den 12. Mai mit unserer Eurythmielehrerin auf den Weg zur Blote Vogel Schule in Witten. Geschlafen haben wir im "Hörraum" des Waldorf-Institutes, welcher unser absoluter Lieblingsraum wurde. An vier Abenden fingen um ca.17:00 Uhr die Aufführungen der verschiedenen Waldorfschulen an, unter anderem waren Brasilien, Schweden, USA, Frankreich Deutschland und andere Teile der Welt vertreten. Die Aufführungen dauerten bis ca.21:00 Uhr und ab 22:00 Uhr konnte man im Nachtcafé den Abend mit Musik und verschiedenen Bands und Sängern aus der Umgebung ausklingen lassen. Aber nicht nur die haben gesungen, es gab viele SchülerInnen, die ihre Gitarre dabei hatten und abends draußen saßen und in großer Runde bekannte Songs spielten und sangen.
Tagsüber haben wir an zwei Kursen teilgenommen. Der erste Kurs war" Eurythmie mit Gegenständen" mit einem Eurythmielehrer aus Bonn und der zweite Kurs" Bewegung entdecken, erleben, finden" von 3 Studentinnen im 2. Jahr ihrer Eurythmieausbildung bei " 4.D raum für eurythmische ausbildung und kunst hamburg". Dass wir im ersten Kurs Eurythmie mit Gegenständen, wie z.b. Stäben oder Kugeln und Schleiern machten, kann man sicherlich denken. Der zweite Kurs sprach uns an, weil wir nicht genau wussten, was auf uns zukam. Wir machten mehrere Stabübungen und für uns am Anfang kuriös erscheinenende Aufwärmübungen. Am Ende wurde uns die große Frage gestellt: "Können Sie das tanzen?" Und ja, wir konnten! Bei den Aufführungen ist uns besonders aufgefallen, dass wir optisch nicht immer begeistert waren. Einige der Gruppen trugen wie gewöhnlich Kleid und Schleier, was viele Bewegungen undifferenziert erscheinen ließ. Aber viele Gruppen waren etwas moderner. Sie trugen Leggings oder weite Hosen und erregten damit Ansehen von uns. Unsere Favoriten 2010 waren Strassbourg, Leipzig, Bochum-Wattenscheid und 4.D. Sie hatten im Gegensatz zu mehreren konservativen Projekten alle Raumesrichtungen in ihren Performances integriert, sprangen in die Luft, wenn die Musik dramatisch wurde, drehten sich, hielten Kontakt miteinander und boten ein interessantes Kostümkonzept. Nebenbei lernten wir auch SchülerInnen anderer Waldorfschulen kennen und hatten lustige und interessante Gespräche und Tage mit ihnen. Das Fazit unserer Reise ist, dass wir jetzt eine Eurythmie-AG gründen wollen, vielleicht mit dem Ziel, nächstes Jahr in Witten etwas aufzuführen. Wenn Sie also nächstes Jahr an Christi-Himmelfahrt nichts vorhaben, wäre ein Reisetipp von uns das internationale Jugend-Eurythmie-Festival! D.-O. K.