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Einleitung ...
„Labyrinth" in Anführungszeichen, weil der Weg des Labyrinths von Chartres
– wie die Wege ähnlicher Bodenmosaike oder –zeichnungen aus dem
Altertum oder dem Mittelalter – in Wirklichkeit kein Labyrinth ist,
sondern nur so erscheint.
Die zwölf Kreise (der mittlere mitgezählt) werden in 31 Viertel- bzw.
Halbkreisen (bzw. in 33 Wegstrecken, wenn man die Längsstrecken
mitzählt) durchlaufen. Man fängt ganz außen an und ist bereits bei dem
dritten (bzw. vierten) Wegstück neben der Mitte, ebenfalls
nach dem 12. (bzw. 13.). Dann aber ist man bei der 21. und 29. (bzw.
22. und 30.) Wegstrecke wieder ganz außen und es entsteht der Eindruck:
„Ich komme nie in der Mitte an."
Genau so haben es die Schülerinnen und Schüler erlebt, als sie sich
auf den Weg gemacht haben. Schon nach kurzer Zeit wurden die meisten
still und nachdenklich. Sie überließen sich einfach dem Weg, den man,
so schien es, gar nicht mehr mitverfolgen konnte. Oder es kam die
verzweifelte Bemerkung: „Da ist sicher was falsch gezeichnet."
Und dann das Erstaunen,
als man sich doch in der Mitte zusammen einfand. – Einige sind dann auch wieder den ganzen Weg zurückgegangen.
Die Bemerkung eines Schülers sei noch wiedergegeben: „Wenn der Weg von
einer Hecke eingefasst worden wäre und ich ein Schwert gehabt hätte,
hätte ich mich irgendwann einfach in die Mitte durchgeschlagen." – Mein
vorsichtiger Hinweis: „Du siehst, es geht es auch anders."
Sich auf den Weg
machen ...